Andreas Kolb schreibt über Scriabin Night Sessions in der nmz (Ausgabe 2/2018): „Der Pianist Boris Bergmann nähert sich den Préludes von Alexander Scriabin völlig anders als erwartbar wäre. Er verwendet einen historischen Schwechten-Flügel von 1910, zieht mit dessen Hilfe der landläufigen Scriabin-Vorstellung die Patina vom Klangkörper und verleiht ihr eine schlanke, transparente Klanggestalt. (…) In quasi improvisatorischer Aneignung verleiht er der Musik des russischen Avantgardisten mehr Authentizität als manche historisierende Einspielung.“ Und zu Hölder bemerkt Kolb: „Auf einer zweiten CD stellt der Pianist eigene Werke vor, die er mittels eines speziellen Verfahrens – nämlich des intuitiven Komponierens und der Rücktransformation improvisierter Klanggestalten in Notentext – gewinnt. (…) Seine Sonate Nr. 3 „Hölderlin“ (ist) allein schon durch ihre Machart ein kleiner, aber feiner Instrumentalkommentar zur sicher bald ansteigenden Zahl von Veröffentlichungen mit zeitgenössischen Hölderlin-Vertonungen.“

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